| Veranstaltung: | Bundesjugendwerkskonferenz 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 7.c. Weitere Anträge |
| Antragsteller*in: | BJW WW, BJW Unterfranken, BJW OWL |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 04.04.2026, 23:44 |
A15: Digitale Souveränität
Antragstext in einfacher Sprache
Das Bundesjugendwerk erhält den Auftrag, bei der Auswahl von digitalen
Anwendungen und Systemen künftig stärker Kriterien wie Datenschutz, Transparenz
und digitale Souveränität zu berücksichtigen. Digitale Souveränität bedeutet in
diesem Zusammenhang, Abhängigkeiten von großen Unternehmen zu reduzieren und
mehr Kontrolle über eigene Daten sowie eingesetzte Systeme zu behalten.
Begründung in einfacher Sprache
Die zunehmenden globalen Spannungen machen deutlich, wie abhängig wir von
wenigen großen Technologieunternehmen sind. Diese Abhängigkeiten können nicht
nur praktische Risiken mit sich bringen, sondern auch politische und
gesellschaftliche Handlungsspielräume einschränken.
Die bewusste Auswahl von Software, Tools und digitalen Diensten sowie die
Nutzung von Alternativen tragen dazu bei, die Kontrolle über unsere Daten zu
behalten, unabhängiger von marktbeherrschenden Unternehmen zu werden und dafür
zu sorgen, dass unsere Daten nach den Datenschutz-Regeln der Europäischen Union
(DSGVO) sicher bleiben.
Zugleich entspricht dies unserer antikapitalistischen Haltung. Wir stehen
kritisch zu Strukturen, die auf Monopolen, Datenverwertung und Gewinnmaximierung
beruhen.
Durch die stärkere Berücksichtigung von Alternativen, insbesondere solche mit
offenen und gemeinwohlorientierten Ansätzen, können wir unsere Werte auch im
digitalen Handeln konsequent umsetzen.
Mögliche Best-Practice-Beispiele zur besseren Vorstellung wären:
· Online-Pinnwand „Taskcards“ anstelle „Padlet“
· andere Anbieter geteilter Online-Dokumente wie „OnlyOffice“ anstelle von
„GoogleDocs“
· Jugendwerks-interne Kommunikation über DSGVO-konforme Messenger-Dienste wie
„Signal“
· Terminfindung über „nuudle“ anstelle von „Doodle“

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