| Veranstaltung: | Bundesjugendwerkskonferenz 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 7.c. Weitere Anträge |
| Antragsteller*in: | Bundesjugendwerk der AWO e.V. |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 04.04.2026, 22:54 |
A5: Unsere Antwort heißt Solidarität - Landtagswahlen im Osten
Antragstext in einfacher Sprache
Dieses Jahr finden in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Landtagswahlen statt. Die anstehenden Wahlen finden in einem Klima statt, das
massiv von einem fortschreitenden Rechtsruck geprägt ist. Rechtspopulistische
und extrem rechte Kräfte, insbesondere die AfD, versuchen, menschenfeindliche
Positionen zu normalisieren.Das beobachten wir mit großer Sorge.
Verpflichtet aus unseren Werten, stellen wir uns entschlossen dagegen. Wir
fühlen dabei besondere Verbundenheit mit Menschen und zivilgesellschaftlichen
Organisationen in Ostdeutschland, die sich für ein solidarisches Zusammenleben
aller Menschen einsetzen und deswegen unter besonders zunehmendem Druck stehen.
Schutz der gemeinnützigen Zivilgesellschaft: Politisches Engagement für
Menschenrechte und gegen Diskriminierung ist kein Verstoß gegen die
Neutralität, sondern eine Grundlage unserer Demokratie. Wir beobachten,
dass Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen, mit dem
Entzug ihrer Gemeinnützigkeit bedroht oder durch „Neutralitätsvorgaben“
mundtot gemacht werden. Das muss ein Ende haben.(F1)
Stärkung der politischen Bildung: Angesichts des steigenden Drucks auf die
öffentlichen Haushalte muss die Finanzierung der schulischen und
außerschulischen politischen Bildung gesichert werden. Menschen in jedem
Alter müssen dazu befähigt werden, extrem rechte Ideologien und Mythen als
solche zu erkennen.
Begründung in einfacher Sprache
Wir kommen dieses Jahr zur Bundeskonferenz in Magdeburg zusammen. Gerade in
Sachsen-Anhalt und anderen ostdeutschen Bundesländern, aber auch in
Gesamtdeutschland, beobachten wir mit großer Sorge das Erstarken rechtsextremer
Kräfte. Das ist keine abstrakte Gefahr, sondern eine bittere Realität für viele
Menschen vor Ort.
Besonders besorgniserregend sind die zunehmenden Angriffe auf die
Zivilgesellschaft. Vereine und Projekte, die sich für Vielfalt und gegen
Ausgrenzung einsetzen, werden gezielt eingeschüchtert oder finanziell in ihrer
Existenz bedroht. Das trifft auch unsere eigenen Strukturen: Wir erklären uns
ausdrücklich solidarisch mit den Jugendwerker*innen in Ostdeutschland. Sie
leisten unter schwierigen Bedingungen wertvolle Arbeit für unsere Werte und die
Demokratie.
Mit diesem Antrag machen wir deutlich: Wer die Zivilgesellschaft angreift,
trifft uns alle. Wir lassen niemanden allein, der sich gegen Rechtsaußen stellt.
Wir fordern echte Freiheit – sowohl sozial durch eine starke Armutsbekämpfung
als auch politisch durch den Schutz unserer demokratischen Freiräume. Unsere
Antwort auf Spaltung und Hass ist und bleibt die Solidarität.

Kommentare